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Die Medici Villen in der Toskana

Kultur, Natur, Sehenswürdigkeiten, UNESCO Welterbe

Die Villen, in denen die Medici, die Herren von Florenz im Renaissancestil, lebten, befinden sich in der herrlichen Toskana, inmitten einer herrlichen Landschaft, in der Nähe von Kunststädten wie Florenz und Lucca. Die Villen wurden zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert in Harmonie mit der Natur erbaut und sind Landhäuser, die dem Vergnügen, der Kunst und dem Wissen gewidmet sind. Sie waren nicht nur Orte der Erholung und Freizeitgestaltung, sondern stellten den Sommer-„Palast“ auf den von den Medici verwalteten Territorien und das Zentrum der landwirtschaftlichen Wirtschaftstätigkeit in dem Gebiet dar, in dem sie sich befanden. Diese Paläste gehören zu den wichtigsten Beispielen der Renaissance- und Barockarchitektur in der Toskana. Ihre Gärten und ihre perfekte Integration in die Umgebung trugen dazu bei, eine ästhetische Sensibilität der Landschaft hervorzubringen, die ein Merkmal des Humanismus und der Renaissance war. Diese Villen zeugen auch vom Einfluss der Medici auf die europäische Kultur durch ihr weitverbreitetes Mäzenatentum.

Insbesondere wurden 12 Villen und zwei Gärten in das Weltkulturerbe aufgenommen. Es handelt sich um die Gärten von Boboli in Florenz und Pratolino in der Vaglia. Der Boboli-Garten, der als großherzoglicher Garten des Palazzo Pitti entstand und auch mit dem Forte di Belvedere verbunden ist, ist ein perfektes Beispiel für einen italienischen Garten. Der Park der Medici-Villa von Pratolino beherbergt herrliche Kunstwerke.

Es handelt sich vielmehr um die Villen in der Nähe von Florenz: Careggi, La Petraia, Cerreto Guidi, Castello und Poggio Imperiale. Die Villen von Belcanto in Fiesole, in Poggio a Caiano (in der Nähe von Prato), La Màgia (Quarrata, in der Nähe von Pistoia), in Artimino (Carmignano, in der Nähe von Prato), Cafaggiolo in Barberino di Mugello, del Trebbio (in San Piero a Sieve) und der Palazzo di Seravezza in Lucca.

In einigen dieser Villen nahmen die Medici Jagdexpeditionen auf, wie in Trebbio und Cafaggiolo, die unter anderem die ersten Villen waren, die gebaut wurden und aus diesem Grund das Aussehen einer Festung aus dem vierzehnten Jahrhundert haben.

Dann gab es die Sommerresidenzen, wie zum Beispiel die Villa Artimino. Ein Ort der Unterhaltung ist auch die Villa von Fiesole. Stattdessen war die Villa La Màgia ein Ort von strategischer Bedeutung, wo 1536 ein historisches Treffen zwischen Herzog Alessandro de ‚Medici und Kaiser Karl V. stattfand. Nicht zu vergessen eine der ältesten Residenzen, die Villa Carreggi, ein Ort der Ruhe, aber auch ein wirtschaftliches Zentrum für die vielen landwirtschaftlichen Aktivitäten, die dort stattfanden. Prachtvoll ist auch die Medici-Villa von Poggio a Caiano mit ihrem üppigen Garten und der terrassenförmigen Vorhalle, die Lorenzo dem Prächtigen gehörte und historische Persönlichkeiten wie König Vittorio Emanuele II. beherbergte.

Heute werden diese Residenzen für verschiedene Zwecke genutzt. Einige, wie La Petraia, eine der schönsten Medici-Villen, vor allem wegen ihrer Lage mit Blick auf die Stadt Florenz, sind Teil des florentinischen Museumskomplexes. Während die Villa von Cerreto Guidi das historische Museum der Jagd und des Territoriums beherbergt. Die Villa Poggio a Caiano ist ebenfalls ein Museum.
Andere sind Sitze von Institutionen wie die Villa Castello, in der heute die Accademia della Crusca untergebracht ist, oder die im neoklassizistischen Stil renovierte Villa des Poggio Imperiale, in der eine staatliche Schule untergebracht ist, oder der Palazzo di Seravezza, in dem das Museum für Arbeit und Volkstraditionen der Versilia untergebracht ist. Wieder andere sind verkauft oder Privatpersonen anvertraut worden, die sie für den privaten Gebrauch behalten oder als Veranstaltungsort nutzen lassen.

fotos © shutterstock.com

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