Italienisch – ein blumige, fantasievolle und bilderreiche Sprache

Italienisch – ein blumige, fantasievolle und bilderreiche Sprache

Italiener sind sehr fantasievoll – das spiegelt sich nicht zuletzt auch in ihrer Sprache wider. Die italienische Sprache ist älter als Italien selbst, wohlklingend, blumig und voller Bilder und Redewendungen.

Reist man durch Italien, wird man zwangsläufig und täglich mit geflügelten Worten konfrontiert, die das Schulitalienisch an seine Grenzen führen. Wer die italienische Vielfalt an Redewendungen kennt, ihre Bedeutung versteht und sie sogar selbst anwenden kann, wird sich in der italienischen Gesellschaft noch sicherer bewegen können.

Als kleinen Einblick in die Vielfalt italienischer Redewendungen stellen wir Ihnen beispielhaft drei geflügelte Worte aus der Welt des Sports vor:

  1. Alzare l’asticella
    Den Schwierigkeitsgrad von etwas erhöhen
    (wörtlich: die Latte höher legen)

Sowohl im Hoch- wie auch im Stabhochsprung gilt es, eine möglichst hohe Sprunglatte (asticella) zu überwinden, ohne, dass diese fällt. Je weiter man im Wettbewerb kommt, umso höher wird die Latte gelegt, und umso schwieriger wird es. In der Umgangssprache wurde dieser Ausdruck daher zum Synonym für »den Schwierigkeitsgrad (oder das Niveau) erhöhen«.

Beispiele

Una conferma del fatto che occorre alzare l’asticella del rischio per puntare a generare reddito. (la Repubblica, 6. Juli 2015)
(Tatsächlich eine Bestätigung, dass es angebracht ist, die Latte höher zu legen, um Gewinn zu generieren.)

Il campionato è bello e diffi cile, vogliamo alzare l’asticella. (www.cosenza24.net)
(Die Meisterschaft ist schön und schwer, wir wollen die Latte höher legen.)

Oggi, e sempre di più, il consumatore ha alzato l’asticella relativa alle sue aspettative e alla qualità attesa. (Vittorio Molinari, Il profit management della ristorazione, 2014)
(Der Konsument erwartet immer mehr und eine immer bessere Qualität.)

  1. Entrare a gamba tesa
    Jemanden äußerst unfair angehen
    (wörtlich (im Fußball): mit gestrecktem Bein hineingehen)

Im Fußball mit gestrecktem Bein versuchen, den Ball zu treffen oder den Gegner, der ihn führt, ist sehr gefährlich, gilt als grob unsportliches Spiel und wird mit der Roten Karte geahndet. Entrare a gamba tesa hat seinen Weg vom Fußballfeld in andere Bereiche gefunden.

Beispiele

Alfano ha espresso con chiarezza la sua condivisione ma non ha partecipato per rispetto del suo ruolo. Non tutti hanno avuto nel governo la stessa sensibilità, preferendo entrare a gamba tesa. (la Repubblica, 21. Juni 2015) (Alfano hat seine Zustimmung klar ausgedrückt, aber aus Respekt vor seinem Amt nicht teilgenommen. Nicht alle zeigten in der Regierung ein solches Fingerspitzengefühl, sondern gingen im Gegenteil das Ganze unfair an.)

»Dovevi difendermi davanti a chi mi criticava, e invece che hai fatto? Sei entrato a gamba tesa pure tu, peggiorando la situazione.« (»Du hättest mich vor meinen Kritikern verteidigen müssen, und was hast du stattdessen getan? Auch du bist mich äußerst unfair angegangen.«)

  1. Gettare la spugna
    Aufgeben, das Handtuch werfen
    (wörtlich: den Schwamm werfen)

Wenn er der Überzeugung ist, dass der eigene Boxer nicht weiterkämpfen kann, kann sein Trainer das Handtuch (oder auch den Schwamm, la spugna) in den Ring werfen. Dann beendet der Ringrichter den Kampf mit einem Sieg für den Gegner. Auch wenn es ein anfangs sehr spezifischer Ausdruck war, ist er in der Zwischenzeit einfach ein anderes Wort für arrendersi, aufgeben.

Beispiele

Dopo mesi di estenuanti trattative coi sindacati, il governo ha gettato la spugna e ha modifi cato il disegno di legge. (Nach Monaten ermüdender Verhandlungen mit den Gewerkschaften hat die Regierung das Handtuch geworfen und den Gesetzentwurf geändert.)

»Ho provato già due volte a sostenere l’esame di diritto privato. Non ci capisco nulla: sto per gettare la spugna.« (»Ich habe schon zweimal versucht, die Prüfung in Privatrecht zu bestehen. Ich verstehe es einfach nicht. Bald gebe ich es auf.«)

Wer nach diesem kleinen Einblick in Italiens reiche Welt der Sprichwörter und Redewendungen Lust bekommen hat, noch tiefer ins Reich der geflügelten Worte einzudringen, findet insgesamt 150 Redewendungen direkt aus dem italienischen Alltag mit Beispielsätzen, spannenden Hintergrundinformationen und lehrreichen Übungsaufgaben in dem Buch »Bessersprecher Italienisch – 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Italienisch« von Sandro Mattioli und Francesco Bianco, erschienen im CONBOOK Verlag unter der ISBN 978-3-95889-103-6.

www.conbook-verlag.de/buecher/bessersprecher-italienisch

Termine der offiziellen Veranstaltungen zum heiligen Jahr „Jubiläum der Barmherzigkeit“ in Rom

Termine der offiziellen Veranstaltungen zum heiligen Jahr „Jubiläum der Barmherzigkeit“ in Rom

Dezember 2015

Dienstag, 8. Dezember 2015
Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens
Öffnung der Heiligen Pforte in der Petersbasilika.

Sonntag, 13. Dezember 2015
3. Adventsonntag

Öffnung der Heiligen Pforte in der Basilika Sankt Johannes im Lateran und in allen Bischofskirchen in der Welt.

Januar 2016

Freitag, 1. Januar 2016
Hochfest der Gottesmutter Maria
Weltfriedenstag
Öffnung der Heiligen Pforte in der Basilika Santa Maria Maggiore.

Dienstag, 19. – Donnerstag, 21. Januar 2016
Jubiläum der Wallfahrtseelsorger und der Mitarbeiter an Wallfahrtsorten.

Montag, 25. Januar 2016
Fest der Bekehrung des Apostels Paulus
Öffnung der Heiligen Pforte in der Basilika St. Paul vor den Mauern.
Der Heilige Vater setzt Zeichen zum Jubiläumsjahr: Zeugnis der Werke der Barmherzigkeit.

Februar 2016

Dienstag, 2. Februar 2016
Fest der Darstellung des Herrn und Welttag des geweihten Lebens
Jubiläum des geweihten Lebens und Abschluss des Jahres des geweihten Lebens.

Mittwoch, 10. Februar 2016
Aschermittwoch
Aussendung der Missionare der Barmherzigkeit, Petersbasilika.

Montag, 22. Februar 2016
Fest der Kathedra Petri
Jubiläum der römischen Kurie.
Der Heilige Vater setzt Zeichen zum Jubiläumsjahr: Zeugnis der Werke der Barmherzigkeit.

März 2016

Freitag, 4. und Samstag 5. März 2016
“24 Stunden für den Herrn” mit Bußfeier im Petersdom am Freitagnachmittag, dem 4. März.

Sonntag, 20 März 2016
Palmsonntag
In Rom: Diözesanjugendtag.

Der Heilige Vater setzt Zeichen zum Jubiläumsjahr: Zeugnis der Werke der Barmherzigkeit.

April 2016

Sonntag, 3. April 2016
Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit
Jubiläum aller, die sich der Spiritualität der Göttlichen Barmherzigkeit verbunden fühlen.

Sonntag, 24. April 2016
5. Sonntag der Osterzeit
Jubiläum der Jugendlichen (13 – 16 Jahre)
Den Glauben bezeugen und eine Kultur der Barmherzigkeit aufbauen.
Der Heilige Vater setzt Zeichen zum Jubiläumsjahr: Zeugnis der Werke der Barmherzigkeit.

Mai 2016

Sonntag, 29. Mai 2016
Hochfest Fronleichnam in Italien
Jubiläum der Diakone.

Juni 2016

Freitag, 3. Juni 2016
Hochfest des heiligsten Herzens Jesu

Jubiläum der Priester.
Das Fest wurde vor 160 Jahren (1856) von Pius IX. für die gesamte katholische Kirche eingeführt.

Sonntag, 12. Juni 2016
11. Sonntag im Jahreskreis
Jubiläum der Kranken und Behinderten.
Der Heilige Vater setzt Zeichen zum Jubiläumsjahr: Zeugnis der Werke der Barmherzigkeit.

Juli 2016

Dienstag, 26. – Sonntag, 31. Juli 2016
Abschluss am 18. Sonntag im Jahreskreis
Jubiläum der Jugendlichen.
Weltjugendtag in Krakau.

September 2016

Sonntag, 4. September 2016
23. Sonntag im Jahreskreis
Gedenktag der Seligen Mutter Theresa von Kalkutta – 5. September
Jubiläum der Haupt- und Ehrenamtlichen im Dienst der Barmherzigkeit.

Sonntag, 25. September 2016
26. Sonntag im Jahreskreis
Jubiläum der Katecheten.

Oktober 2016

Samstag, 8. und Sonntag, 9. Oktober 2016
Samstag und Sonntag nach dem Rosenkranzfest
Marianisches Jubiläum

November 2016

Dienstag, 1. November 2016
Hochfest Allerheiligen
Heilige Messe des Papstes zum Gedenken der Verstorbenen.

Sonntag, 6. November 2016
32. Sonntag im Jahreskreis
Jubiläum der Gefangenen in St. Peter.

Sonntag, 13 November 2016
33. Sonntag im Jahreskreis
Schließung der Heiligen Pforten in den päpstlichen Basiliken Roms und in den Diözesen.

Sonntag, 20 November 2016
Christkönigssonntag
Schließung der Heiligen Pforte in der Petersbasilika und Abschluss des Jubiläums der Barmherzigkeit.

Papst Franziskus eröffnet am 08. Dezember 2015 das Heilige Jahr „Jubiläum der Barmherzigkeit“

Papst Franziskus eröffnet am 08. Dezember 2015 das Heilige Jahr „Jubiläum der Barmherzigkeit“

Am Dienstag 8. Dezember, am Feiertag Mariä Empfängnis, findet im Petersdom zu Rom die große Eröffnungszeremonie für das heilige Jahr an der Heiligen Pforte statt, dem Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit, das bis zum 20. November 2016 hineinreicht und zahlreiche Pilger aus der ganzen Welt zum Ablass in die Jubiläumskirchen nach Rom lädt.

Papst Franziskus formuliert die Absicht des außerordentlichen Hl.Jahres so:

„In diesem Jubiläumsjahr finde in der Kirche das Wort Gottes Echo, das stark und überzeugend erklingt als ein Wort und eine Geste der Vergebung, der Unterstützung, der Hilfe und der Liebe.“

Das heilige Jahr „Jubiläum der Barmherzigkeit“ ruft Gläubige zur inneren Einkehr, zur Nächstenliebe und zur Wallfahrt auf, deren Ziel der Gang durch die Heilige Pforte im Petersdom ist, für den sich die Pilger spirituell vorbereiten sollen, um hier den Ablass zu erhalten.

Pilger können sich auf verschiedenen Pilgerwegen und Pilgerstraßen wie z.B. dem Frankenweg nach Rom wandern. In der Heiligen Stadt selbst es verschiedenen Pilgerstraßen und Wege wie dem „Papstweg“ von der Lateransbasilika oder dem „Marienweg“ von der Kirche Santa Maria Maggiore Pilgerzüge geben.

Wer sich auf den Weg begeben möchte, muss sich vorab für die Hl. Pforte registrieren, was über die offizielle Internetseite des „Jubiläums der Barmherzigkeit“ möglich ist.

www.iubilaeummisericordiae.va

PIEMONT – DIE 3 GLÄSER WEINE 2016 (Tre bicchieri) GAMBERO ROSSO VINI D’ITALIA

PIEMONT – DIE 3 GLÄSER WEINE 2016 (Tre bicchieri) GAMBERO ROSSO VINI D’ITALIA

75 Weine aus der Region Piemont (Piemonte)  haben die begehrte Auszeichnung „Tre bicchieri – Gambero Rosso Vini d’Italia 2016“ erhalten:

Alta Langa Brut Zero Cantina Maestra ’09 – Enrico Serafino
Barbaresco Albesani S. Stefano ’12 – Castello di Neive
Barbaresco Asili ’12 – Ca’ del Baio
Barbaresco Asili ’12 – Bruno Giacosa
Barbaresco Boito Ris. ’10 – Rizzi
Barbaresco Crichët Pajé ’06 – I Paglieri – Roagna
Barbaresco Gallina ’11 – Piero Busso
Barbaresco Marcorino ’12 – Cantina del Glicine
Barbaresco Ris. ’10 – Sottimano
Barbaresco Serraboella ’11 – F.lli Cigliuti
Barbera d’Asti Pomorosso ’12 – Coppo
Barbera d’Asti Sup. Genio ’12 – Gianni Doglia
Barbera d’Asti Sup. La Mandorla ’13 – Luigi Spertino
Barbera d’Asti Sup. Nizza ’12 – Tenuta Olim Bauda
Barbera d’Asti Sup. Nizza A Luigi Veronelli ’12 – Brema
Barbera d’Asti Sup. Nizza La Court ’12 – Michele Chiarlo
Barbera del M.to Sup. Bricco Battista ’12 – Giulio Accornero e Figli
Barbera del M.to Sup. Le Cave ’13 – Castello di Uviglie
Barolo ’11 – Bartolo Mascarello
Barolo Acclivi ’11 – G. B. Burlotto
Barolo Bric dël Fiasc ’11 – Paolo Scavino
Barolo Bricco Rocche ’11 – Ceretto
Barolo Broglio ’11 – Schiavenza
Barolo Brunate ’11 – Mario Marengo
Barolo Brunate ’11 – Giuseppe Rinaldi
Barolo Bussia ’11 – Giacomo Fenocchio
Barolo Cannubi ’11 – Poderi Luigi Einaudi
Barolo Cannubi ’11 – Marchesi di Barolo
Barolo Cannubi ’11 – E. Pira & Figli – Chiara Boschis
Barolo Cannubi Boschis ’11 – Luciano Sandrone
Barolo Cerviano ’10 – Abbona
Barolo Gallinotto ’11 – Mauro Molino
Barolo Gattera ’11 – Gianfranco Bovio
Barolo Giachini ’11 – Giovanni Corino
Barolo Gramolere ’11 – F.lli Alessandria
Barolo Liste ’10 – Giacomo Borgogno & Figli
Barolo Marenca ’11 – Luigi Pira
Barolo Monfortino Ris. ’08 – Giacomo Conterno
Barolo Monprivato ’10 – Giuseppe Mascarello e Figlio
Barolo Ornato ’11 – Pio Cesare
Barolo Parafada ’11 – Massolino
Barolo Prapò ’11 – Ettore Germano
Barolo Rapet ’11 – Ca’ Rome’
Barolo Ravera ’11 – Elvio Cogno
Barolo Resa 56 ’11 – Brandini
Barolo Rocche dell’Annunziata ’11 – Renato Corino
Barolo Rocche di Castiglione ’11 – Vietti
Barolo S. Rocco ’11 – Azelia
Barolo Sarmassa ’11 – Giacomo Brezza & Figli
Barolo Sottocastello di Novello ’10 – Ca’ Viola
Barolo V. Lazzairasco ’11 – Guido Porro
Barolo V. Rionda Ester Canale Rosso ’11 – Giovanni Rosso
Barolo Villero ’11 – Brovia
Carema Et. Bianca Ris. ’11 – Cantina dei Produttori
Nebbiolo di Carema Carema Et. Nera ’11 – Ferrando
Colli Tortonesi Timorasso Filari di Timorasso ’12 – Luigi Boveri
Colli Tortonesi Timorasso Il Montino ’13 – La Colombera
Colli Tortonesi Timorasso Pitasso ’13 – Claudio Mariotto
Dogliani Sup. San Bernardo ’12 – Anna Maria Abbona
Dolcetto di Ovada Sup. Du Riva ’12 – Tacchino
Gattinara Osso S. Grato ’11 – Antoniolo
Gavi del Comune di Gavi Minaia ’14 – Nicola Bergaglio
Gavi Minaia ’14 – Franco M. Martinetti
Ghemme dei Mazzoni ’12 – Tiziano Mazzoni
Ghemme V. Pellizzane ’10 – Torraccia del Piantavigna
Langhe Larigi ’13 – Elio Altare
Langhe Nebbiolo Sperss ’11 – Gaja
Ovada Convivio ’13 – Gaggino
Roero Gepin ’11 – Stefanino Costa
Roero Mombeltramo Ris. ’11 – Malvirà
Roero Mompissano Ris. ’12 – Cascina Ca’ Rossa
Roero Printi Ris. ’11 – Monchiero Carbone
Roero Sudisfà Ris. ’12 – Negro Angelo e Figli
Roero Valmaggiore Ris. ’12 – Cascina Chicco
Sterpi ’13 – Vigneti Massa

GAMBERO ROSSO – VINI D’ITALIA

Der Gambero Rosso Vini d’Italia ist einer der anerkanntesten, wichtigsten und bekanntesten Weinführer für italienische Weine. In diesem renommierten Standardwerk für Weine aus Italien werden durch eine Fachjury jedes Jahr die Spitzenweine aller Regionen der italienischen Halbinsel bewertet und prämiert.

Die Besten Weine Italiens werden mit den berühmten „3 Gläsern – Tre bicchieri“ ausgezeichnet. Die italiensichen Weine werden abhängig von ihrer Qualität mit einer Skala von einem bis drei Gläsern ausgezeichnet und bewertet.

Gute Weine

Sehr gute Weine

Sehr gute Weine, haben an der Endrunde teilgenommen.

Spitzenweine

Gambero Rosso Tre bicchieri 2016

Bild: Fotolia.com  Quelle: gamberorosso.it, 

 

Wein- und Spezialitätensalon Enologica Bologna 2015

Wein- und Spezialitätensalon Enologica Bologna 2015

Enologica im Zentrum von Bologna

mit großen Weinen, einem Diskussionsforum und dem Teatro dei Cuochi

Drei Tage lang – vom 21. bis 23. November – wird Bologna seinem Titel als Hauptstadt einer Region mit einzigartiger kulinarischer Identität gerecht und gleichzeitig zum großen Versuchslabor der Ess- und Trinkkultur. Alles dreht sich um die Enologica, den Salon für Weine und typische Spezialitäten der Emilia-Romagna. Die Veranstaltung wird von der Enoteca Regionale der Emilia Romagna unterstützt, die den Salone del Podestà im Palazzo Re Enzo in eine gigantische Degustationszone verwandelt mit mehr als 100 Weinproduzenten aus den neun Provinzen der Region von Piacenza im Westen bis Rimini im Osten. Ein Panorama des Qualitätsniveaus der regionalen Weinerzeugung, bei dem sowohl kleine Weingüter als auch Großproduzenten wie Winzergenossenschaften ihre Weine präsentieren.

Und während hinter verschlossenen Türen über die Zukunft des Lambrusco oder die neuesten Performances des Sangiovese aus der Romagna (östlicher Teil der Region) debattiert wird, werden in den angrenzenden Straßen in Lokalen, die im Laufe der Jahre die Esskultur begründet haben, das Teatro dei Cuochi (Theater der Köche) in Szene gesetzt, eine Inszenierung zum Thema Küche und Speisen: Hauptdarsteller ist die gefüllte Pasta, eine der Spezialitäten der Emilia Romagna, die in Italien als die beste gefüllte Frischepasta gilt.

Komplettiert wird die Geschichte der Identität und der Kultur der Emilia Romagna durch Genius Loci, einen Raum, der der Interpretation von Grundprodukten mit für Gourmets sehr klangvollen Namen gewidmet ist. Einige Beispiele erwünscht? Parmaschinken, Parmigiano Reggiano, Aceto Balsamico tradizionale, Mortadella, Culatello di Zibello…..

Enologica bietet eine hervorragende Gelegenheit für Begegnungen mit Weinen und Winzern, Köchen und regionalen Gerichten. Motto des Jahres 2015 ist die Kultur des Tarot-Spiels, jener Spielkarten, die Ende des 14. Jahrhunderts in Bologna erfunden wurden nach einer Idee des Prinzen Francesco Antelminelli und heute allgemein die am meisten genutzten für die Wahrsagerei sind. Mit im Zentrum der Inszenierung stehen Wein und Speisen der Emilia Romagna, begleitet von Texten des Kurators Giorgio Melandri, des Historikers Andrea Vitali sowie Illustrationen von Francesca Ballarini.

Enologica Palazzo Re Enzo, Piazza del Nettuno 1, Bologna Eintritt: 20 € (gültig für alle drei Tage) www.enologica.org

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Dank der Enologica hat Bologna wieder allen Grund, sich seines Beinamens „la Grassa“ (die Fette) zu rühmen. Viele italienische Städte tragen seit Jahrhunderten einen charakteristischen Beinamen, Rom wird die ewige Stadt genannt, Venedig die Serenissima, Florenz die Schöne. Bologna kann sogar mit Stolz auf drei Beinamen verweisen: „la Dotta“ (die Gelehrte), weil hier die älteste Universität Europas gegründet wurde, „la Rossa“ (die Rote) dank der Farbe der Ziegelsteine, die seit dem Mittelalter zum Bau ihrer Türme und Palazzi verwendet wurden; die Fette dank der phantasievollen und opulenten kulinarischen Tradition.

Maut in Italien: Wissenswertes für Urlaubsgäste

Maut in Italien: Wissenswertes für Urlaubsgäste

Italien ist eines der beliebtesten Reiseziele Europas. Aus gutem Grund, denn das Land bietet alles, was das Urlauberherz begehrt: mildes mediterranes Klima, schöne Strände und reichhaltige Kultur.  Ein Großteil der Urlauber reist mit dem Auto nach Italien. Dort herrscht auf Autobahnen Mautpflicht. Wie viele Länder in Europa hat auch Italien ein streckenabhängiges Mautsystem. Das bedeutet, dass Autofahrer auf gebührenpflichtigen Straßen keine zeitabhängige Vignette benötigen, sondern nach tatsächlich gefahrenen Kilometern bezahlen oder einen bestimmten Fixbetrag entrichten. Das Geld geht an die Autobahnbetreiber, die für die jeweiligen Strecken zuständig sind. Mautfreie Autobahnen gibt es auch, etwa in Kalabrien oder auf Sizilien.
Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten der Mautzahlung: Bargeld, Karte oder Telepass. Wer bei der Einfahrt in die Autobahn an der Mautschranke ein Ticket zieht, kann bei der Ausfahrt entweder mit Bargeld oder Karte zahlen. Neben Kreditkarten gibt es auch ViaCards, die in der Regel mit einem bestimmten Geldbetrag aufgeladen sind. Immer häufiger aber haben Mautstationen kein Personal mehr vor Ort, so dass nur noch die bargeldlose Bezahlung der Mautgebühr bleibt.

 

Neben Kartenzahlung ist die Verwendung der Mautbox Telepass eine weitere Möglichkeit der bargeldlosen Bezahlung. Der Telepass ist ein elektronisches Gerät, das an der Windschutzscheibe des Autos angebracht wird. Fährt man mit dem Telepass im Auto an eine Mautstation, ertönt ein kurzer Piepton und die Schranke öffnet sich automatisch, so dass kein Stopp an der Mautstation notwendig ist. Die Mautgebühr wird dann im Nachhinein abgerechnet. Nicht selten gibt es auch vor Mautstationen speziell reservierte Spuren für Telepass-Nutzer, die mit einem blau-gelben „T“ gekennzeichnet sind.
Was viele nicht wissen: Der Telepass steht auch ausländischen Urlaubsgästen zur Verfügung. Ein Anbieter ist die deutsche Firma tolltickets, die über einen Online-Shop (www.tolltickets.com) die Mautgeräte in sämtliche Länder verschickt. Schweizer Touristen können den Telepass beim Automobilclub TCS (Sektion Tessin) beziehen.
Eine Mautstrecke in Norditalien stellt eine Besonderheit dar: die Autostrada 36 bei Mailand, oft auch „Pedemontana“ genannt. Diese Autobahn hat seit einigen Monaten ein Mautsystem mit dem Namen „Free Flow“, das als erstes italienisches Mautsystem vollständig automatisch funktioniert. Von Barken aus erfassen Sensoren die Kennzeichen der durchfahrenden Fahrzeuge. Zur Bezahlung stehen verschiede Methoden auf der Pedemontana-Website zur Verfügung (www.pedemona.com), alternativ funktioniert auf der Autostrada 36 auch der Telepass.