Maut in Italien: Wissenswertes für Urlaubsgäste

Maut in Italien: Wissenswertes für Urlaubsgäste

Italien ist eines der beliebtesten Reiseziele Europas. Aus gutem Grund, denn das Land bietet alles, was das Urlauberherz begehrt: mildes mediterranes Klima, schöne Strände und reichhaltige Kultur.  Ein Großteil der Urlauber reist mit dem Auto nach Italien. Dort herrscht auf Autobahnen Mautpflicht. Wie viele Länder in Europa hat auch Italien ein streckenabhängiges Mautsystem. Das bedeutet, dass Autofahrer auf gebührenpflichtigen Straßen keine zeitabhängige Vignette benötigen, sondern nach tatsächlich gefahrenen Kilometern bezahlen oder einen bestimmten Fixbetrag entrichten. Das Geld geht an die Autobahnbetreiber, die für die jeweiligen Strecken zuständig sind. Mautfreie Autobahnen gibt es auch, etwa in Kalabrien oder auf Sizilien.
Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten der Mautzahlung: Bargeld, Karte oder Telepass. Wer bei der Einfahrt in die Autobahn an der Mautschranke ein Ticket zieht, kann bei der Ausfahrt entweder mit Bargeld oder Karte zahlen. Neben Kreditkarten gibt es auch ViaCards, die in der Regel mit einem bestimmten Geldbetrag aufgeladen sind. Immer häufiger aber haben Mautstationen kein Personal mehr vor Ort, so dass nur noch die bargeldlose Bezahlung der Mautgebühr bleibt.

 

Neben Kartenzahlung ist die Verwendung der Mautbox Telepass eine weitere Möglichkeit der bargeldlosen Bezahlung. Der Telepass ist ein elektronisches Gerät, das an der Windschutzscheibe des Autos angebracht wird. Fährt man mit dem Telepass im Auto an eine Mautstation, ertönt ein kurzer Piepton und die Schranke öffnet sich automatisch, so dass kein Stopp an der Mautstation notwendig ist. Die Mautgebühr wird dann im Nachhinein abgerechnet. Nicht selten gibt es auch vor Mautstationen speziell reservierte Spuren für Telepass-Nutzer, die mit einem blau-gelben „T“ gekennzeichnet sind.
Was viele nicht wissen: Der Telepass steht auch ausländischen Urlaubsgästen zur Verfügung. Ein Anbieter ist die deutsche Firma tolltickets, die über einen Online-Shop (www.tolltickets.com) die Mautgeräte in sämtliche Länder verschickt. Schweizer Touristen können den Telepass beim Automobilclub TCS (Sektion Tessin) beziehen.
Eine Mautstrecke in Norditalien stellt eine Besonderheit dar: die Autostrada 36 bei Mailand, oft auch „Pedemontana“ genannt. Diese Autobahn hat seit einigen Monaten ein Mautsystem mit dem Namen „Free Flow“, das als erstes italienisches Mautsystem vollständig automatisch funktioniert. Von Barken aus erfassen Sensoren die Kennzeichen der durchfahrenden Fahrzeuge. Zur Bezahlung stehen verschiede Methoden auf der Pedemontana-Website zur Verfügung (www.pedemona.com), alternativ funktioniert auf der Autostrada 36 auch der Telepass.

Typisch Italienisch – Was ist dran an den hartnäckigsten Vorurteilen?

Typisch Italienisch – Was ist dran an den hartnäckigsten Vorurteilen?

Wer an Italien denkt, denkt meist an die Adria, wunderschöne Weinberge und an ein Abendessen mit Pasta, Vino und viel Amore –aber auch an den laut mit seiner Mamma telefonierenden Italiener am Nebentisch, der mit seinen wilden Handbewegungen fast den vorbeigehenden Kellner erschlägt und nebenbei immer noch Zeit hat, den Damen in seiner Umgebung zuzuzwinkern. Im letzten Satz waren bereits vier klassische Klischees über Italiener enthalten. Aber, was ist wirklich dran an den hartnäckigsten Vorurteilen über unsere südlichen Nachbarn?

Italiener sind mit dem Handy am Ohr geboren
Stimmt zumindest teilweise. Italiener sind äußerst Mitteilungsbedürftigkeit und das, wie es scheint, rund um die Uhr. Ohne sein Telefon wäre ein Italiener wohl aufgeschmissen. Wer einmal im Flugzeug das Vergnügen hatte neben einem Italiener zu sitzen, weiß, dass die Bewohner der Apenninenhalbinsel stets die ersten sind, die nach der Landung das Handy aus der Tasche ziehen, um ihrer Familie und dem gesamten Freundeskreis mitzuteilen, dass sie gut gelandet sind.

Die Mamma ist den Italienern heilig
Stimmt. Eine Frau, die sich einen Italiener anlacht, sollte sich auf etwas gefasst machen. Zwar gilt der italienische Mann als sehr temperamentvoll und feurig, seine größte Leidenschaft wird jedoch immer seiner Mamma gelten. Nicht umsonst werden Italiener gerne als „Mammone“ (Muttersöhnchen) bezeichnet! Wer also ein Auge auf einen Italiener geworfen hat, sollte sich unbedingt mit seiner Mutter gut stellen, immerhin ist sie die Chefin der Familie.

Italiener sind unpünktlich
Stimmt. Stellen wir uns mal folgendes Szenario vor: Ein Deutscher verabredet sich mit einer Italienerin um acht Uhr zum Essen. Hier sollten schon mal die Alarmglocken läuten. Da der italienische Zeitbegriff um einiges dehnbarer ist als der deutsche, wird es wohl folgendermaßen ablaufen: Der Deutsche steht pünktlich um zehn vor acht vor dem Restaurant und wartet. Und wartet. Und wartet. Um halb zehn taucht sein italienisches Date schließlich auf – mit dem Handy am Ohr. Dieser Umstand kann schon mal für Streit zwischen den Kulturen sorgen. Besonders schlimm ist es übrigens auch für Deutsche, mit einer italienischen Bahn zu fahren – die Gründe dürften auf der Hand liegen.

Italiener sind Machos
Stimmt nur bedingt. Italiener verrenken sich auf der Straße zwar schnell das Genick, weil sie den hübschen Frauen hinterherschauen und ihnen dabei ein „Ciao Bella“ zurufen. Überbewerten sollte man dies jedoch nicht. In Italien gilt es fast schon als respektlos, eine Frau nicht mit „Bella“ anzusprechen. Das mag nordeuropäischen Damen, die so viel Aufmerksamkeit von zuhause nicht gewohnt sind, erstmal befremden, aber der italienische Mann flirtet einfach gern und viel. Zum Macho macht ihn das aber noch lange nicht – wie wir bereits gesehen haben, sind in Italien die Frauen die Chefinnen der Familie.

Italiener sprechen mit Händen und Füßen
Stimmt. Wenn man einem Italiener beim Sprechen zusieht, könnte man meinen, dass Italienisch zum größten Teil aus Gebärdensprache besteht. Und tatsächlich haben die Italiener eine Vorliebe für wildeHandbewegungen, während sie ihre Geschichten zum Besten geben – auch wenn sie telefonieren. Dass Italiener aber mehr gestikulieren als Nordeuropäer, ist ein Gerücht. Tatsächlich reden auch Deutsche mit den Händen, allerdings auf eine weniger ausladende Art und Weise.

Für uns Nordeuropäer, die zum ersten Mal nach Italien fahren, ist so viel Gastfreundschaft und Amore zunächst etwas ungewöhnlich. Tatsächlich sind die Italiener ein sehr warmherziges, aber auch ein sehr lautes Volk, an das man sich erst gewöhnen muss. Nach dem ersten Gläschen Vino, das man zu einem leckeren Nudelgericht genießt, kann man jedoch nicht anders, als Italien und seine Landsleute mit all ihren liebenswerten Macken gern zu haben – Italien ist und bleibt ein Traumreiseziel für Nordeuropäer und das nicht zu Letzt aufgrund seiner charmanten Einwohner.

Dieser Artikel wurde von folgender Gastautorin erstellt:
Ljubica Negovec

Ljubica Negovec

Geschäftsführerin

Das erfolgreiche Wiener Übersetzungsbüro AlleSprachen mit einer weiteren Niederlassung in Graz, wird geführt von der Gründerin Ljubica Negovec. Sie ist neben der Akquise neuer Klienten auch für die Mitarbeiterführung und diesprachliche Weiterentwicklung des Unternehmens zuständig.

Italienisch – ein blumige, fantasievolle und bilderreiche Sprache

Italienisch – ein blumige, fantasievolle und bilderreiche Sprache

Italiener sind sehr fantasievoll – das spiegelt sich nicht zuletzt auch in ihrer Sprache wider. Die italienische Sprache ist älter als Italien selbst, wohlklingend, blumig und voller Bilder und Redewendungen.

Reist man durch Italien, wird man zwangsläufig und täglich mit geflügelten Worten konfrontiert, die das Schulitalienisch an seine Grenzen führen. Wer die italienische Vielfalt an Redewendungen kennt, ihre Bedeutung versteht und sie sogar selbst anwenden kann, wird sich in der italienischen Gesellschaft noch sicherer bewegen können.

Als kleinen Einblick in die Vielfalt italienischer Redewendungen stellen wir Ihnen beispielhaft drei geflügelte Worte aus der Welt des Sports vor:

  1. Alzare l’asticella
    Den Schwierigkeitsgrad von etwas erhöhen
    (wörtlich: die Latte höher legen)

Sowohl im Hoch- wie auch im Stabhochsprung gilt es, eine möglichst hohe Sprunglatte (asticella) zu überwinden, ohne, dass diese fällt. Je weiter man im Wettbewerb kommt, umso höher wird die Latte gelegt, und umso schwieriger wird es. In der Umgangssprache wurde dieser Ausdruck daher zum Synonym für »den Schwierigkeitsgrad (oder das Niveau) erhöhen«.

Beispiele

Una conferma del fatto che occorre alzare l’asticella del rischio per puntare a generare reddito. (la Repubblica, 6. Juli 2015)
(Tatsächlich eine Bestätigung, dass es angebracht ist, die Latte höher zu legen, um Gewinn zu generieren.)

Il campionato è bello e diffi cile, vogliamo alzare l’asticella. (www.cosenza24.net)
(Die Meisterschaft ist schön und schwer, wir wollen die Latte höher legen.)

Oggi, e sempre di più, il consumatore ha alzato l’asticella relativa alle sue aspettative e alla qualità attesa. (Vittorio Molinari, Il profit management della ristorazione, 2014)
(Der Konsument erwartet immer mehr und eine immer bessere Qualität.)

  1. Entrare a gamba tesa
    Jemanden äußerst unfair angehen
    (wörtlich (im Fußball): mit gestrecktem Bein hineingehen)

Im Fußball mit gestrecktem Bein versuchen, den Ball zu treffen oder den Gegner, der ihn führt, ist sehr gefährlich, gilt als grob unsportliches Spiel und wird mit der Roten Karte geahndet. Entrare a gamba tesa hat seinen Weg vom Fußballfeld in andere Bereiche gefunden.

Beispiele

Alfano ha espresso con chiarezza la sua condivisione ma non ha partecipato per rispetto del suo ruolo. Non tutti hanno avuto nel governo la stessa sensibilità, preferendo entrare a gamba tesa. (la Repubblica, 21. Juni 2015) (Alfano hat seine Zustimmung klar ausgedrückt, aber aus Respekt vor seinem Amt nicht teilgenommen. Nicht alle zeigten in der Regierung ein solches Fingerspitzengefühl, sondern gingen im Gegenteil das Ganze unfair an.)

»Dovevi difendermi davanti a chi mi criticava, e invece che hai fatto? Sei entrato a gamba tesa pure tu, peggiorando la situazione.« (»Du hättest mich vor meinen Kritikern verteidigen müssen, und was hast du stattdessen getan? Auch du bist mich äußerst unfair angegangen.«)

  1. Gettare la spugna
    Aufgeben, das Handtuch werfen
    (wörtlich: den Schwamm werfen)

Wenn er der Überzeugung ist, dass der eigene Boxer nicht weiterkämpfen kann, kann sein Trainer das Handtuch (oder auch den Schwamm, la spugna) in den Ring werfen. Dann beendet der Ringrichter den Kampf mit einem Sieg für den Gegner. Auch wenn es ein anfangs sehr spezifischer Ausdruck war, ist er in der Zwischenzeit einfach ein anderes Wort für arrendersi, aufgeben.

Beispiele

Dopo mesi di estenuanti trattative coi sindacati, il governo ha gettato la spugna e ha modifi cato il disegno di legge. (Nach Monaten ermüdender Verhandlungen mit den Gewerkschaften hat die Regierung das Handtuch geworfen und den Gesetzentwurf geändert.)

»Ho provato già due volte a sostenere l’esame di diritto privato. Non ci capisco nulla: sto per gettare la spugna.« (»Ich habe schon zweimal versucht, die Prüfung in Privatrecht zu bestehen. Ich verstehe es einfach nicht. Bald gebe ich es auf.«)

Wer nach diesem kleinen Einblick in Italiens reiche Welt der Sprichwörter und Redewendungen Lust bekommen hat, noch tiefer ins Reich der geflügelten Worte einzudringen, findet insgesamt 150 Redewendungen direkt aus dem italienischen Alltag mit Beispielsätzen, spannenden Hintergrundinformationen und lehrreichen Übungsaufgaben in dem Buch »Bessersprecher Italienisch – 150 Redewendungen für ein ausdrucksstarkes Italienisch« von Sandro Mattioli und Francesco Bianco, erschienen im CONBOOK Verlag unter der ISBN 978-3-95889-103-6.

www.conbook-verlag.de/buecher/bessersprecher-italienisch

Luxus-Shopping in Rom

Luxus-Shopping in Rom

In Rom reihen sich die Boutiquen der großen Namen aneinander: Gucci, Prada, Valentino. Ein Paradies für alle, die Luxus lieben und auch das nötige Kleingeld besitzen, um sich die Mode der bekannten Designerlabel leisten zu können.

Immer mehr Menschen möchten sich in ihrem Urlaub verwöhnen und sich ein bisschen mehr Luxus gönnen, als sie es aus dem Alltag kennen. Besonders beliebt für diese Luxustrips sind die europäischen Metropolen. Rom gehört zu den Top-Zielen und hat seinen Besuchern jede Menge extravagante Unterkunfts- und Freizeitmöglichkeiten zu bieten. Wer also für seinen Luxus-Urlaub in einem 5 Sterne Hotel Rom als Ziel ausgewählt hat, wird garantiert ein passendes Domizil finden, in dem sie ihre müden Beine nach einer langen Shopping-Tour hochlegen können. Die italienische Hauptstadt gehört zu den Modehochburgen, kein Wunder also, dass sie sich auch für eine Shoppingtour der Extraklasse bestens eignet.

Einkaufen auf der Via Condotti

Die Via Condotti ist die Luxusmeile Roms. Hier finden sie alle großen Designerlabels in direkter Nachbarschaft zueinander. Sie beginnt direkt an einem der schönsten Plätze Roms, dem Piazza di Spagna vor der berühmten Spanischen Treppe. Hier können Sie sieben Tage die Woche Luxusgüter einkaufen, denn auch sonntags sind die Boutiquen geöffnet. Lassen sie sich einfach die ca. 700 Meter lange Straße im Zentrum Roms entlangtreiben und bestaunen sie dabei die neuesten Kreationen der großen Designer.

Schon nach wenigen Metern auf der Via Condotti entdecken Sie die ersten bekannten Namen. Den Anfang machen Gucci, Valentino und Prada. Wer hier einkauft, kann sich einer besonderen Einkaufsberatung sicher sein. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Direkt neben Prada befindet sich das Antico Caffé Greco. Es ist das zweitälteste Kaffeehaus Italiens und eine echte Institution in Sachen Kaffee. Nicht selten müssen Sie hier mit langen Schlangen vor der Tür rechnen.

Weiter geht es mit den einheimischen Luxuslabels. Dazu gehören natürlich die französischen Marken Dior, Hermès, Céline und Louis Vuitton, die alle einen Flagship-Store auf der Via Condotti haben. Außerdem finden sich hier Boutiquen mit edlem Schmuck von Bulgari, Frederico Bucellati und Damiani.
Chanel, Etro sowie Tiffany & Co. finden Sie übrigens nicht direkt auf der Via Condotti, sondern in der ganz in der Nähe gelegenen Via del Babuino.

Den Abschluss der Luxusmeile bilden die Stores italienischer Luxuslabels. Bestaunen sie die Schaufenster von Armani, Alberta Ferretti, Ermenegildo Zegna und Trussardi. Am Ende der Straße befindet sich direkt der berühmte Trevi Brunnen.

Wer das passende Portemonnaie in der Tasche hat, wird in dieser Straße garantiert das ein oder andere modische Urlaubssouvenir finden.

 

 

Bild 1: © istock.com/Paolo Cipriani, Bild 2: © fotolia.com | lucazzitto, Bild 3: © istock.com/PaoloGaetano

10 Gründe weshalb du deinen nächsten Badeurlaub in Cesenatico an der Adria verbringen solltest!

10 Gründe weshalb du deinen nächsten Badeurlaub in Cesenatico an der Adria verbringen solltest!

Der Badort Cesenatico liegt an der Adriaküste, in der Region Emilia-Romagna und gehört dort zur Provinz Forlì-Cesena. Cesenatico ist etwa 20 Kilometer nordwestlich von der bekannten Urlaubsstadt Rimini und etwa 100 Kilometer von der Hauptstadt der Emilia Romagna, Bologna entfernt. Die Nachbargemeinden sind Cervia mit Milano Marittima, Cesena und Gatteo Mare.

Wahrzeichen Cesenaticos sind der 38-stöckige Wolkenkratzer „Grattacielo di Cesenatico“. Das Hochhaus wurde von 1952 bis 1958 gebaut und war mit seiner Höhe von 118 m bis 1960 das höchste Gebäude Italiens.

Aber wieso nach Cesenatico? Manche würden sagen, dass ist ein Badeort wie viele andere an der Adria. Teutonengrill, in der Sonne braten wie die Sardinen, Kindergeschrei, Wanderhändler, Animateure mit lauter Musik und vieles mehr. Ja das alles bekommen sie auf den zahlreichen Stränden von Cesenatico und trotzdem ich würde immer wieder hinfahren. Wieso? Lesen sie die 10 Gründe weshalb Cesenatico in der Emilia Romagna eine Reise wert ist.

 

1. Der Hafenkanal von Cesenatico

Der wunderschöne alte Hafen mit seinem langen Kanal, welcher vom Strand bis hinein in die Altstadt von Cesenatico führt, ist einmalig. Der von Leonardo da Vinci geplanter Hafen von Cesenatico teilt den Adriaort in zwei große Zonen. Im Norden liegt Ponente und im Süden Levante. Um von einer Zone zur anderen zu kommen, kann man entweder den Hafen entlang Spazieren und einen schönen aber langen Umweg machen oder eine der 2 Elektrofähren welche einen für 50 Cent über den 30 m breiten Kanal bringen. Genauestens ansehen sollte man sich auch die vielen Museumsschiffe welche im Hafenkanal von Cesenatico ankern.

Hafen von Cesenatico

Fähre Cesenatico

Hafeneinfahrt von Cesenatico

2. Lange Strandspaziergänge

Man kann am Strand von Cesenatico wunderbar lange Spaziergänge unternehmen und entdeckt immer wieder etwas Neues. Die Sandküste erstreckt sich über eine länge von 7 Kilometern. Sollte man zu weit gelaufen sein und die Orientierung verloren haben, kein Problem, der Wolkenkratzer „Grattacielo di Cesenatico“ ist ein sehr guter Anhaltspunkt um sich wieder zu Recht zu finden.

Strand von Cesenatico

3. Mittagessen und Abendessen im Marè 

Das Marè ist eine sehr trendige Beachlocation am Strand von Levante am Strand von Cesenatico. Aber was ist das Marè? Selbst definiert sich das Lokal als Cucina, Caffè, Spiaggia und Bottega. Ich würde die Location als sehr weltoffene, außergewöhnlich eingerichtete Beachbar mit Terrasse Richtung Strand und schöner Dachterrasse bezeichnen. Ach ja, es gibt auch noch eine kleine Bottega, also ein kleines Geschäft im Lokal, wo man von Strandbekleidung, Schmuck, Einrichtungsgegenständen und anderem finden kann.

Wer ein leichtes Mittagsgericht essen möchte, sollte unbedingt den Salat Surf & Turf versuchen. Mezzancolle (Garnelen), Polo (Hühnchen) und Avocado schmecken mit etwas Olio d’Oliva extra vergine und einem Aceto Balsamico di Modena einfach nur wunderbar. Da die Hauptspeise so gesund und Kalorienarm war kann man sich dann als Nachspeise  die Collezione di Dolci (Süßigkeiten Sammlung) mit einem schönen Caffè shakerato bringen lassen. Fantastico!

Das Marè ist aber nicht nur am Tag bemerkenswert. Am Abend wird diese Lokal zu einem wahren Highlight. Kerzenlicht, angenehme Chill Out Musik und exzellente Speisen. Sehr interessant und lecker schmeckt als Vorspeise das „pinzimonio di belga, squacquerone, capperi und limone, was soviel bedeutet wie Chicoréesalat, mit sehr weichen Frischkäse „squacquerone“ aus der Romagna, Kapern und Zitrone. Als Hauptspeise empfehle ich Spiedo di Capesante arrostite, prosciutto patanegra e tartufo estivo, also Jakobsmuschelspieß mit pata negra Schinken und Sommertrüffel. Wunderbare moderne italienische Küche!

Collezione di Dolci


maré cesenatico (5)



4. Beachtennis spielen

Jedes Strandbad in Cesenatico, was etwas auf sich hält, hat nicht nur einen schönen großen Kinderspielplatz, sondern auch einige Beachvolleyballplätze. Manchmal wird auf diesen Plätzen auch Beachvolley gespielt, doch meistens wird der In-Sport Beachtennis von den Strandbesuchern gespielt. Das macht richtig viel Spaß und ist gut für die Fitness.  

Beachtennis Cesenatico

5. L’Aperitivo im Bagno Riviera 69

Jeden Samstag und Sonntag ist im Bagno Riviera 69 ein Aperitivo mit DJ angesagt. Sound der 80er und 90er Jahre lädt zum verweilen auf der Aperitivo Terrasse ein. Man bestellt sich einen schönen Aperitif wie eine Spritz oder einen schönen alkoholfreien Cocktail (z.B. Mojito Alkoholfrei mit Ginger Ale schmeckt super) und kann sich kann am großen Aperitivo Tisch bei den vielen Köstlichkeiten bedienen. Es gibt viele typische fritierte Aperitifhäppchen aber auch eine Pasta alle Amatriciana oder al pesto wird gerne gereicht. Achtung nicht zu viel essen, sonst fällt das Abendessen flach.

Aperitivo Riviera 69

6. Bummeln entlang des alten Hafenkanals von Cesenatico

Entlang des alten Hafenkanals von Cesenatico finden sich unzählige kleine Boutiquen, Geschäfte, Restaurants, Eisdielen und Caffès. Der abendliche Spaziergang ist fast ein muss und auch einige der Restaurant wir z.B. die Osteria dei Golosi mit seinen Cozze gratinate (Gratinierte Mismuscheln), sind sehr zu empfehlen. Und auf dem Heimweg zum Hotel gönnt man sich noch einen köstlichen Gelato artigianale! An vielen Abenden werden einige Straßen in Ponente und Levante für Märkte gesperrt. Auch wenn nicht alles von guter Qualität ist, so maches Schnäppchen kann man schon mal machen.

Osteria dei Golosi Cesenatico

Gratinierte Mismuscheln

7. Abendlicher Ausflug nach Milano Marittma (Cervia)

Wer am Abend mal etwas anderes sehen möchte, der kann mit dem Auto ins Nahe Milano Marittima fahren. Der Ortsteil von Cervia gilt als eines der trendigsten Badeorte Italiens. Das Zentrum wird Abends komplett für den Verkehr gesperrt und verwandelt sich in eine große Shopping und Partymeile. Nobelboutiquen, elegante Restaurants, Pizzerias und Loungbars werden von italienischen Schickimickis, Promis und italienischen Fußballprofis, russischen Gästen und ganz vielen normalen Urlaubern besucht. Sollte man einmal gesehen haben.

Tipp: In der Lorenzinacht (Mitte August) „notte di San Lorenzo“ findet in Cervia ein riesengroßes, wunderschönes Feuerwerk statt. Einfach auf den Strand gehen und genießen!

Feuerwerk Cervia

8. Romatisches Abendessen auf der Terasse des Strandrestaurants Riviera 69

Wenn du einen wirklich schönen Abend mit einem köstlichen Essen verbringen möchten, dann reserviere dir eine Tisch auf der Dachterasse des Riviera 69. Ja richtig, das Bagno Riviera 69 wird am Abend zu einem schicken Restaurant. Auf der Dachterasse überblickt man den gesamten Strand und kann sich mit sehr guter italienischer Küche verwöhnen lassen.

Übrigens sehr zu empfehlen ist das Bagno Riviera 69 auch wegen seiner mit genügend Platz eingeteilten Liegen und Sonnenschirmen aus Stroh.

Dachterasse Riviera 69 Cesenatico

9. Pferderennen auf dem Ippodromo di Cesena

Im 18 km entfernten Pferderennbahn von Cesena „Ippodromo di Cesena“ finden während des Sommers an zahlreichen Abenden Trabrennen statt. Wer ein paar Euro auf ein bestimmtes Pferd wetten möchte, kann dies dort auch tun. In den zwei Restaurants kann man sich mit italienischen Köstlichkeiten verwöhnen lassen und die Trabrennen live oder auf Bildschirmen verfolgen.

Cesena

Trabrennbahn Cesena

10. Frühstück im Hotel MAREe

Das MAREe Hotel ist für mich ein absoluter Hotel Geheimtipp für Cesenatico. Im kleinen, schicken 3 Sterne Designhotel stimmt einfach alles. Lage gut, Zimmer sauber, Fahrradverleih perfekt, Personal freundlich und hilfsbereit und das Frühstück ist sagenhaft gut. Das ist wirklich wunderbare italienische Gastfreundschaft.

 

Hotel Maree

Thomas Author www.frittomisto.eu

Wein- und Spezialitätensalon Enologica Bologna 2015

Wein- und Spezialitätensalon Enologica Bologna 2015

Enologica im Zentrum von Bologna

mit großen Weinen, einem Diskussionsforum und dem Teatro dei Cuochi

Drei Tage lang – vom 21. bis 23. November – wird Bologna seinem Titel als Hauptstadt einer Region mit einzigartiger kulinarischer Identität gerecht und gleichzeitig zum großen Versuchslabor der Ess- und Trinkkultur. Alles dreht sich um die Enologica, den Salon für Weine und typische Spezialitäten der Emilia-Romagna. Die Veranstaltung wird von der Enoteca Regionale der Emilia Romagna unterstützt, die den Salone del Podestà im Palazzo Re Enzo in eine gigantische Degustationszone verwandelt mit mehr als 100 Weinproduzenten aus den neun Provinzen der Region von Piacenza im Westen bis Rimini im Osten. Ein Panorama des Qualitätsniveaus der regionalen Weinerzeugung, bei dem sowohl kleine Weingüter als auch Großproduzenten wie Winzergenossenschaften ihre Weine präsentieren.

Und während hinter verschlossenen Türen über die Zukunft des Lambrusco oder die neuesten Performances des Sangiovese aus der Romagna (östlicher Teil der Region) debattiert wird, werden in den angrenzenden Straßen in Lokalen, die im Laufe der Jahre die Esskultur begründet haben, das Teatro dei Cuochi (Theater der Köche) in Szene gesetzt, eine Inszenierung zum Thema Küche und Speisen: Hauptdarsteller ist die gefüllte Pasta, eine der Spezialitäten der Emilia Romagna, die in Italien als die beste gefüllte Frischepasta gilt.

Komplettiert wird die Geschichte der Identität und der Kultur der Emilia Romagna durch Genius Loci, einen Raum, der der Interpretation von Grundprodukten mit für Gourmets sehr klangvollen Namen gewidmet ist. Einige Beispiele erwünscht? Parmaschinken, Parmigiano Reggiano, Aceto Balsamico tradizionale, Mortadella, Culatello di Zibello…..

Enologica bietet eine hervorragende Gelegenheit für Begegnungen mit Weinen und Winzern, Köchen und regionalen Gerichten. Motto des Jahres 2015 ist die Kultur des Tarot-Spiels, jener Spielkarten, die Ende des 14. Jahrhunderts in Bologna erfunden wurden nach einer Idee des Prinzen Francesco Antelminelli und heute allgemein die am meisten genutzten für die Wahrsagerei sind. Mit im Zentrum der Inszenierung stehen Wein und Speisen der Emilia Romagna, begleitet von Texten des Kurators Giorgio Melandri, des Historikers Andrea Vitali sowie Illustrationen von Francesca Ballarini.

Enologica Palazzo Re Enzo, Piazza del Nettuno 1, Bologna Eintritt: 20 € (gültig für alle drei Tage) www.enologica.org

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Dank der Enologica hat Bologna wieder allen Grund, sich seines Beinamens „la Grassa“ (die Fette) zu rühmen. Viele italienische Städte tragen seit Jahrhunderten einen charakteristischen Beinamen, Rom wird die ewige Stadt genannt, Venedig die Serenissima, Florenz die Schöne. Bologna kann sogar mit Stolz auf drei Beinamen verweisen: „la Dotta“ (die Gelehrte), weil hier die älteste Universität Europas gegründet wurde, „la Rossa“ (die Rote) dank der Farbe der Ziegelsteine, die seit dem Mittelalter zum Bau ihrer Türme und Palazzi verwendet wurden; die Fette dank der phantasievollen und opulenten kulinarischen Tradition.

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