Frohe Weihnachten, Buon Natale!

Frohe Weihnachten, Buon Natale!

Das Team von frittomisto.eu – Italien Blog & Magazin wünscht Euch allen ein frohes, friedliches und gesegnetes Weihnachtsfest. Buon Natale a tutti voi!

 

 

 

 

 

Foto: © Renáta Sedmáková – Fotolia.com
REZEPT – HAUSGEMACHTER PANETTONE

REZEPT – HAUSGEMACHTER PANETTONE

Die Entstehung des Panettone ist mit vielen Legenden und Märchen umgeben. Es wird gesagt, dass der Panettone schon sehr früh ursprünglich zur Weihnachtszeit den Armen geschenkt wurde, die sich sonst nur von Hirse Brot ernährten und für die Reichen und Adeligen wurde der Panettone zu besonderne Anlässen in der Weihnachtszeit als Dessert serviert.

Eine weitere Legende erzählt, dass der Panettone aus puren Zufall durch Improvisation und Notwendigkeit entstanden ist. Der Koch des Herzogs Ludovico „il Moro“ Sforza lies während der Vorbereitungen des festlichen Weihnachtsmenüs den Kuchen im Ofen anbrennen. Der Küchengehilfe des Hofküchenmeisters erkannte die Not und bot dem Küchenchef seinen am Morgen aus Resten welche er in der Speisekammer gefunden hatte, nämlich Mehl, Butter, Eier und ein paar Rosienn , geschaffenen Kuchen an.


Panettone

Der Kuchen des Küchenjungen Toni war ein großer Erfolg alle Gäste und der Herzog waren begeistert. Der Herzog fragte nach ihrem Namen und dem Koch dieses Gerichts und der Küchenchef des Herzog antwotete ehrlich:

“L’è ‘l pan del Toni” (Das ist das Brot von Toni)

Von diesem Moment an wurde aus dem Brot oder Kuchen von Toni der Panettone. Von den vielen zahlreichen Legenden rund um die Entstehung des Panettone ist diese Geschichte die wahrscheinlichste.

Was die Legenden und Märchen auch immer erzählen der Ursprung dieses fantastischen Weihnachtsgebäck liegt mit Sicherheit in Norditalien und wird mittlerweile in unzähligen köstlichen Varianten in ganz Italien zubereitet.

 Zubereitung und Rezept Panettone:

Um den Panettone nach dem klassischen Rezept zuzubereiten ist es sehr wichtig den Zubereitungsprozess in drei Phasen zu unterteilen.

Für den ersten Teil benötigen Sie 100 Gramm Mehl, 10 g Hefe, 1 TL Malz oder Zucker, 60 ml Milch und 120 Gramm Rosinen. Geben Sie die Rosinen in eine Schüssel mit Wasser um sie etwas aufzuweichen. In einem anderen Gefäß lösen sie die Hefe und das Malz in der Milch auf. Geben sie die Rosinen und das Mehl dazu und kneten alles, bis es zu einer glatten und homogenen Mischung wird. Dann geben sie alles in eine Schüssel und decken diese mit Folie ab. Der Teig soll nun bis auf die doppelte Menge aufgehen.

Im zweiten Teil der Zubereitung des Panettone geben sie zum Teig 2 Eier, 2 Gramm zerbröckelte Hefe, 180 Gramm Mehl dazu und kneten wieder alles gut durch. Sobald sie wieder einen homogenen Laib haben, geben sie 60 g Zucker und 60 g sehr weiche Butter (oder Margarine) dazu und kneten alles gut durch. Nun geben sie den Teig wieder in eine Schüssel, bedecken diese wieder mit Folie und lassen den Teig für 2 Stunden ruhen, damit er wieder auf die doppelte Menge aufgehen kann.

Sobald der Teig bereit ist, beginn der dritte Teil der Zubereitung. Geben sie dem Teig 2 Eier, 3 Eigelb und 220 g Mehl hinzu und mischen alles gut durch. Nach etwa 10 Minuten geben sie 5 g Salz und 100 g Zucker hinzu. Kneten sie die Mischung durch und geben in 2 getrennten Schritten 100 g weiche Butter und dann 40 g geriebenen Orangenschale und kandierte Orangenwürfel, 40 g gewürfelte Zitronat, die geriebene Schale einer Bio Zitrone, 120 Gramm eingeweichter Rosinen und eine Vanilleschote hinzu.

Lassen Sie den Teig wieder in einer Schüssel mit Klarsichtfolie für mindestens zwei Stunden aufgehe. Dann geben sie den Teig in eine mit Butter bestrichene und mit Backpapier ausgelegter Kuchenform (18 cm Breite x 10 cm Höhe). Sobald der Teig aufgegangen ist kneten sie den Teig mit etwas Mehl zu einer sphärischen Form.

Geben sie den Teig in die Kuchenform und lassen ihn für weitere 10-15 Minuten ruhen, bis er etwas über die Kuchenform rausschaut.

Nun geben sie die Kuchenform mit dem Teig in ein auf 200 Grad vorgewärmtes Backrohr, in welchen sie auch eine Schüssel mit Wasser geben. Backen sie den Panettone mit 200 Grad für 10 bis 15 Minuten und dann mit 190 Grad für weitere 10 bis 15 Minuten. Verhindern sie dass der Panettone zu dunkel wird, indem sie die Temperatur auf 180 Grad vermindern und backen sie ihn für weitere ca. 30 Minuten.

Lassen sie dann den Panettone abkühlen und servieren diesen dann in Scheiben geschnitten.

Sie haben ein tolles Gericht aus Italien? Schreiben sie uns, wir veröffentlichen es gerne. Wir freuen uns auch auf Ihre Kommentare!

Panettone frittomisto.eu

Fotos: © sasaken – Fotolia.com, © frinz – Fotolia.com, © M.studio – Fotolia.com

WEIHNACHTEN IN ITALIEN

WEIHNACHTEN IN ITALIEN

Das Weihnachtsfest in den italienischen Familien.

Weihnachten in Italien wird am 25. Dezember gefeiert und ist der wichtigste Feiertag der Italiener im Jahresverlauf. Mit  dem Weihnachtsfest  feiern die Italiener im Kreis ihrer Familie die Geburt Jesus Christus (Gesù Bambino, Jesus Kind). An diesem Tag vereinen sich die Familien und Verwandtne, kochen, essen und feiern zusammen und tauschen sich Geschenke aus.

Die Kinder warten ungeduldig auf den Weihnachtsmorgen, am 25. Dezember um zu schauen ob Ihnen „Babbo Natale“ der Weihnachtsmann, ein bärtiger, alter Mann, der auf seinem Schlitten fährt, viele Geschenke gebracht hat, welche sie bereits Tage oder Wochen davor auf Briefchen geschrieben haben.

Die Weihnachtszeit ist für die Kinder eine wunderschöne Zeit, die Schulen haben geschlossen, meist vom 23. Dezember bis zum 06. Januar. Viele Familien nutzen diese freien Tage um sich in die Berge wie z.B. den Dolomiten zum Skifahren zu begeben. Diese Ferienwoche wird auch als „settimana bianca“, die weiße Woche genannt.

In den letzten Jahren hat sich in Italien ein neuer Brauch entwickelt, nämlich jener des Besuch eines der zahlreichen Weihnachts – oder Christkinlmärkte. Für viele Italiener gehört ein Besuch der einzigartigen Weihnachtsmärkte zur Weihnachtszeit dazu und ist mittlerweile eine lieb gewonnene Tradition geworden. Die beliebtesten Christkindlmärkte sind sicherlich jene in Südtirol (Bozen war der erste Christkindlmarkt in Italien) und im benachbarten Trentino, aber auch in vielen weiteren italienischen Städten (Verona, Mailand, Rom, Neapel uvm.) finden wunderschöne Weihnachtsmärkte statt.

Dolomiti, Pale di San Martino - Val Veneggia, Italy

Der Tag vor dem 25. Dezember wird in Italien als „Vigilia“ – Heiligabend bezeichnet. An diesem Abend treffen sich die italienischen Familien zum gemeinsamen üppigen Essen, das meist aus Fischgerichten besteht. Am 24. Dezember schließen die Geschäfte früher und bleiben auch am 25. und 26. Dezember (Stephanstag) geschlossen.

Während den Feiertagen lassen es sich die Italiener richtig gut gehen, vor allem beim Essen, sie genießen förmlich das Leben. Es werden viele Süßigkeiten und Süßspeisen wie der köstliche Panettone (Kuchen oder süßes Brot mit Rosinen) oder Pandoro und viele andere traditionelle, regionale Leckereien verspeist.

Panettone traditional italian cake.Typical italian food

Auch in Italien wie in sehr vielen, anderen Ländern dieser Welt wird für das Weihnachtsfest ein Tannenbaum festlich geschmückt. In den italienischen Familien werden die Christbäume oft sehr bunt, mit vielen bunten, leuchtenden Kugeln und Lametta geschmückt.Der Weihnachtsbaum wird üblicherweise in Italien am 08. Dezember, Tag der  „Maria Mutter Gottes Unbefleckten Empfängnis“ –  „Immacolata Concezione“, einem Staatsfeiertag in Italien, aufgestellt und geschmückt. Den größte Weihnachtsbaum der Welt kann man übrigens in Gubbio (Perugia) in der Region Umbrien bestaunen.

Unter dem Baum findet man in Italien sehr oft eine Krippe „presepe“ der die Geburt Christi darstellt. In ganz Italien finden zahlreiche Krippenausstellungen statt, wobei sicherlich jene von Neapel „Napoli“ die eindrucksvollste ist.

Presepe

Der 26. Dezember ist der 2. Weihnachtsfeiertag, der Stephanstag – „Santo Stefano“, der Feiertag der nach dem ersten christlichen Märtyrer dem heiligen Stephanus benannt wurde. Am Abend des Stefantages wird in den italienischen Familein sehr oft alles das aufgegessen, was von den vorangegangenen Feiertagen übrig geblieben ist.

In die Zeit der Weihnachtsfeiertage fällt auch „Capodanno“ (Ende des Jahres), auch Silvesterabend „San Silvestro“ genannt. Am Abend des 31. Dezember treffen sich die Italiener zum letzten Abendessen des Jahres mit ihren Familien und Freunden um in das neue Jahr reinzufeiern. Um Mitternacht wird mit Spumante angestoßen und die an vielen Orten stattfindenden Feuerwerken bestaunt.

Pandoro con spumante

Das Ende der Weihnachtsfeierlichkeiten kommt mit dem Tag der Drei Heiligen Könige, am 06. Januar.

Das Ende der Weihnachtsfeierlichkeiten ist mit dem Tag der Heilige Drei Könige – i re magi – Kaspar, Melchior und Balthasar, der Tag, an dem für die Christen, die Heiligen Drei Könige im Jesukind Gott erkennen, gekommen.

Der Tag der Drei Heiligen Könige ist wieder vor allem für die italienischen Kinder ein ganz besonderer, denn da kommt die alte Dame oder gute Hexe „Befana welche über die Häuser fliegt und die Strümpfe der braven Kinder mit vielen Süßigkeiten und Geschenken füllt . Die unartigen Kinder bekommen Kohle, aber das geschieht glücklicherweise so gut wie nie.

Socken mit Weihnachtshexe Befana

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Weihnachtsfeiertage die wichtigsten Feierlichkeiten der italienischen Familien sind, noch wichtiger als Ostern oder andere. Dies sagt auch ein bekanntest italienisches Sprichwort:

„Natale con i tuoi, pasqua con ci vuoi“ (Weihnachten mit den Deinen, Ostern mit wem du willst!)

Fotos: © Pixel & Création – Fotolia.com © frenk58 – Fotolia.com © travelbook – Fotolia.com © alexandro900 Fotolia.com © Tesgro Tessieri – Fotolia.com, © Phototribe – Fotolia.com
Termine der offiziellen Veranstaltungen zum heiligen Jahr „Jubiläum der Barmherzigkeit“ in Rom

Termine der offiziellen Veranstaltungen zum heiligen Jahr „Jubiläum der Barmherzigkeit“ in Rom

Dezember 2015

Dienstag, 8. Dezember 2015
Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens
Öffnung der Heiligen Pforte in der Petersbasilika.

Sonntag, 13. Dezember 2015
3. Adventsonntag

Öffnung der Heiligen Pforte in der Basilika Sankt Johannes im Lateran und in allen Bischofskirchen in der Welt.

Januar 2016

Freitag, 1. Januar 2016
Hochfest der Gottesmutter Maria
Weltfriedenstag
Öffnung der Heiligen Pforte in der Basilika Santa Maria Maggiore.

Dienstag, 19. – Donnerstag, 21. Januar 2016
Jubiläum der Wallfahrtseelsorger und der Mitarbeiter an Wallfahrtsorten.

Montag, 25. Januar 2016
Fest der Bekehrung des Apostels Paulus
Öffnung der Heiligen Pforte in der Basilika St. Paul vor den Mauern.
Der Heilige Vater setzt Zeichen zum Jubiläumsjahr: Zeugnis der Werke der Barmherzigkeit.

Februar 2016

Dienstag, 2. Februar 2016
Fest der Darstellung des Herrn und Welttag des geweihten Lebens
Jubiläum des geweihten Lebens und Abschluss des Jahres des geweihten Lebens.

Mittwoch, 10. Februar 2016
Aschermittwoch
Aussendung der Missionare der Barmherzigkeit, Petersbasilika.

Montag, 22. Februar 2016
Fest der Kathedra Petri
Jubiläum der römischen Kurie.
Der Heilige Vater setzt Zeichen zum Jubiläumsjahr: Zeugnis der Werke der Barmherzigkeit.

März 2016

Freitag, 4. und Samstag 5. März 2016
“24 Stunden für den Herrn” mit Bußfeier im Petersdom am Freitagnachmittag, dem 4. März.

Sonntag, 20 März 2016
Palmsonntag
In Rom: Diözesanjugendtag.

Der Heilige Vater setzt Zeichen zum Jubiläumsjahr: Zeugnis der Werke der Barmherzigkeit.

April 2016

Sonntag, 3. April 2016
Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit
Jubiläum aller, die sich der Spiritualität der Göttlichen Barmherzigkeit verbunden fühlen.

Sonntag, 24. April 2016
5. Sonntag der Osterzeit
Jubiläum der Jugendlichen (13 – 16 Jahre)
Den Glauben bezeugen und eine Kultur der Barmherzigkeit aufbauen.
Der Heilige Vater setzt Zeichen zum Jubiläumsjahr: Zeugnis der Werke der Barmherzigkeit.

Mai 2016

Sonntag, 29. Mai 2016
Hochfest Fronleichnam in Italien
Jubiläum der Diakone.

Juni 2016

Freitag, 3. Juni 2016
Hochfest des heiligsten Herzens Jesu

Jubiläum der Priester.
Das Fest wurde vor 160 Jahren (1856) von Pius IX. für die gesamte katholische Kirche eingeführt.

Sonntag, 12. Juni 2016
11. Sonntag im Jahreskreis
Jubiläum der Kranken und Behinderten.
Der Heilige Vater setzt Zeichen zum Jubiläumsjahr: Zeugnis der Werke der Barmherzigkeit.

Juli 2016

Dienstag, 26. – Sonntag, 31. Juli 2016
Abschluss am 18. Sonntag im Jahreskreis
Jubiläum der Jugendlichen.
Weltjugendtag in Krakau.

September 2016

Sonntag, 4. September 2016
23. Sonntag im Jahreskreis
Gedenktag der Seligen Mutter Theresa von Kalkutta – 5. September
Jubiläum der Haupt- und Ehrenamtlichen im Dienst der Barmherzigkeit.

Sonntag, 25. September 2016
26. Sonntag im Jahreskreis
Jubiläum der Katecheten.

Oktober 2016

Samstag, 8. und Sonntag, 9. Oktober 2016
Samstag und Sonntag nach dem Rosenkranzfest
Marianisches Jubiläum

November 2016

Dienstag, 1. November 2016
Hochfest Allerheiligen
Heilige Messe des Papstes zum Gedenken der Verstorbenen.

Sonntag, 6. November 2016
32. Sonntag im Jahreskreis
Jubiläum der Gefangenen in St. Peter.

Sonntag, 13 November 2016
33. Sonntag im Jahreskreis
Schließung der Heiligen Pforten in den päpstlichen Basiliken Roms und in den Diözesen.

Sonntag, 20 November 2016
Christkönigssonntag
Schließung der Heiligen Pforte in der Petersbasilika und Abschluss des Jubiläums der Barmherzigkeit.

Papst Franziskus eröffnet am 08. Dezember 2015 das Heilige Jahr „Jubiläum der Barmherzigkeit“

Papst Franziskus eröffnet am 08. Dezember 2015 das Heilige Jahr „Jubiläum der Barmherzigkeit“

Am Dienstag 8. Dezember, am Feiertag Mariä Empfängnis, findet im Petersdom zu Rom die große Eröffnungszeremonie für das heilige Jahr an der Heiligen Pforte statt, dem Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit, das bis zum 20. November 2016 hineinreicht und zahlreiche Pilger aus der ganzen Welt zum Ablass in die Jubiläumskirchen nach Rom lädt.

Papst Franziskus formuliert die Absicht des außerordentlichen Hl.Jahres so:

„In diesem Jubiläumsjahr finde in der Kirche das Wort Gottes Echo, das stark und überzeugend erklingt als ein Wort und eine Geste der Vergebung, der Unterstützung, der Hilfe und der Liebe.“

Das heilige Jahr „Jubiläum der Barmherzigkeit“ ruft Gläubige zur inneren Einkehr, zur Nächstenliebe und zur Wallfahrt auf, deren Ziel der Gang durch die Heilige Pforte im Petersdom ist, für den sich die Pilger spirituell vorbereiten sollen, um hier den Ablass zu erhalten.

Pilger können sich auf verschiedenen Pilgerwegen und Pilgerstraßen wie z.B. dem Frankenweg nach Rom wandern. In der Heiligen Stadt selbst es verschiedenen Pilgerstraßen und Wege wie dem „Papstweg“ von der Lateransbasilika oder dem „Marienweg“ von der Kirche Santa Maria Maggiore Pilgerzüge geben.

Wer sich auf den Weg begeben möchte, muss sich vorab für die Hl. Pforte registrieren, was über die offizielle Internetseite des „Jubiläums der Barmherzigkeit“ möglich ist.

www.iubilaeummisericordiae.va

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